Löschfahrzeug

Lemgo. Die alte Hansestadt und die Firma Brasseler wollen beim Thema Brandschutz enger zusammenarbeiten. Gemeinsam planen sie, auf dem Betriebsgelände am Trophagener Weg ein sogenanntes Vorauslöschfahrzeug zu stationieren, um die Freiwillige Feuerwehr bei Einsätzen tagsüber zu unterstützen.
Die offizielle Absichtserklärung, einen „Letter of Intent“, haben Bürgermeister Dr. Reiner Austermann und Brasseler-Geschäftsführer Reinhard Hölscher jetzt im Rathaus unterzeichnet. Bei den Einsätzen der Feuerwehr komme es auf jede Minute an, erklärte der Bürgermeister. „Ziel ist es, die Feuerwehr noch schneller und schlagkräftiger zu machen.“
Um möglichst schnell am Einsatzort zu sein, sei die Verfügbarkeit von Personal und Material von entscheidender Bedeutung, machte Reinhard Hölscher deutlich. Die strategisch günstige Lage der Firma Brasseler spiele hierbei eine wichtige Rolle.
Der Hintergrund: In der alten Hansestadt ist eine rein freiwillige Feuerwehr für den Brandschutz zuständig. Tagsüber gehen die Feuerwehrleute ihrem Hauptberuf nach. Wenn der Alarm losgeht, müssen sie zunächst aus verschiedenen Richtungen zur Leitstelle kommen, bevor es zum Einsatz geht. An diesem Punkt setzt das Vorhaben an.
Bis Anfang 2017 will die Stadt bei Brasseler ein sogenanntes Vorauslöschfahrzeug sowie alle hierfür benötigten Alarmierungs- und Ausrüstungsgegenstände bereitstellen. Als Feuerwehrkräfte werden die 14 Firmenmitarbeiter eingesetzt, die bereits der Lemgoer oder einer anderen freiwilligen Feuerwehr in der Region angehören.
Wenn tagsüber Alarm geschlagen wird, sollen vier von ihnen ausrücken und die anderen Löschgruppen beim Einsatz unterstützen. Ein Ansprechpartner soll zwischen der Geschäftsleitung, den Einsatzkräften aus dem Unternehmen und der Feuerwehr vermitteln.
Mit der verabredeten Zusammenarbeit stelle die Firma Brasseler ihr Standortbewusstsein unter Beweis, sagte Dr. Reiner Austermann. „Wir freuen uns, wenn wir durch die Stationierung des Vorauslöschfahrzeuges auf unserem Betriebsgelände noch mehr zur aktiven Notfallhilfe in unserer Stadt beitragen können“, sagte Reinhard Hölscher. „Davon können alle profitieren.“